{"id":19,"date":"2010-10-04T15:10:31","date_gmt":"2010-10-04T14:10:31","guid":{"rendered":"http:\/\/littlevillage.de\/?p=19"},"modified":"2025-03-31T22:14:35","modified_gmt":"2025-03-31T21:14:35","slug":"willkommen-in-harare","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.littlevillage.de\/?p=19","title":{"rendered":"Willkommen in Harare"},"content":{"rendered":"<p>Als wir vor die T\u00fcr traten, musste ich erst einmal die Augen zusammenkneifen. 13 Uhr, die Sonne stand hoch am Himmel. Es war unglaublich hell und unglaublich warm. Der Himmel war strahlend blau. Die Hitze flimmerte auf den Autod\u00e4chern. Gemeinsam brachten wir meine Koffer zum Wagen. Nelson st\u00f6hnte unter dem Gewicht, er hatte den gro\u00dfen Koffer erwischt.<!--more--><\/p>\n<p>Dann fuhren wir los, Richtung Innenstadt. Gespannt schaute ich aus dem Fenster, ich wollte nichts verpassen, wollte am liebsten alles in mich aufsaugen. Das Land war genauso, wie es in B\u00fcchern immer beschrieben wird: unvorstellbar weit. Rote Erde, ein paar B\u00fcsche, trockenes verdorrtes Gras. Weit und breit nichts als staubiges, \u00f6des Land. Dazwischen schl\u00e4ngelte sich die asphaltierte Stra\u00dfe, auf der wir fuhren und die nicht so recht in meine kindlich naive Vorstellung von Afrika passen wollte.<\/p>\n<p>Harare ist eine erstaunlich weit entwickelte Stadt, das wurde mir schlagartig klar, als wir uns dem Zentrum n\u00e4herten. \u00dcberall asphaltierte Stra\u00dfen, teilweise mit riesigen Schlagl\u00f6chern zwar, aber immerhin. In der Stadt selbst brummte das Leben, M\u00e4nner und Frauen, die ihre Kinder in einem Tuch auf dem Rucken trugen, \u00fcberquerten die Ampeln. Ich sah junge Frauen in kurzen Sommerkleidern und langen Tunikas, dazu schwarze Leggings, ganz im Stil des europ\u00e4ischen Trends. Dazwischen mischten sich \u00e4ltere Frauen in traditionellen Gew\u00e4ndern, die ihre Eink\u00e4ufe auf dem Kopf trugen. Gegens\u00e4tzlicher konnten die Verh\u00e4ltnisse wirklich nicht sein.<\/p>\n<p>Der Verkehr wurde immer dichter. Ich staunte \u00fcber die Massen an Autos, die sich durch die Stra\u00dfen w\u00e4lzten. Toyota, Mazda, Honda, dazwischen die so genannten Commuter-Busse, wei\u00dfe, sch\u00e4bige Kleinbusse, die der Bev\u00f6lkerung als \u00f6ffentliches Verkehrsmittel dienen und deren Fahrer f\u00fcr ihren unberechenbaren Fahrstil ber\u00fcchtigt sind. Wir verlie\u00dfen das Zentrum und fuhren in Richtung Zimbabwe International Football Assoziation (Zifa), Nelsons Arbeitgeber.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste, was mir auffiel, war der M\u00fcll. \u00dcberall, wo man hinguckte, lag Abfall am Stra\u00dfenrand. Und zwar nicht nur ein paar weggeworfene T\u00fcten oder leere Cola-Dosen. Der M\u00fcll war \u00fcberall. In Stra\u00dfengr\u00e4ben, an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern, zwischen H\u00e4usern, \u00fcberall sammelten sich Berge von Abfall aller Art. Elektroschrot, Plastik, kaputte St\u00fchle, einfach alles. Ich f\u00fchlte mich an die M\u00fcllhaufen in polnischen Seitenstra\u00dfen erinnert. Doch w\u00e4hrend die Polen ihren Abfall wenigstens dort entsorgen, wo es nicht unbedingt jeder sieht, gehen die Leute in Harare weniger zimperlich mit der M\u00fcllentsorgung um.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir vor die T\u00fcr traten, musste ich erst einmal die Augen zusammenkneifen. 13 Uhr, die Sonne stand hoch am Himmel. Es war unglaublich hell und unglaublich warm. Der Himmel war strahlend blau. Die Hitze flimmerte auf den Autod\u00e4chern. Gemeinsam brachten wir meine Koffer zum Wagen. 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