Okt
04

Viola

Anschließend ging es weiter zu Viola, einer Autohändlerin in Harare, die sich bereit erklärt hatte, mir für drei Monate ein Auto zu leihen. Viola, eine kräftige schwarze Frau Mitte Vierzig, saß hinter dem Schreibtisch in ihrem „Büro“, wobei der Begriff „Büro“ dem baufälligen Haus eher schmeichelt als dass er es zutreffend beschreiben würde. Denn im Grunde genommen ist Violas Büro nichts anderes als ein Schuppen mit einem Flur und zwei kleinen Zimmern, die man in Deutschland höchstens als Abstellraum für Gartengeräte nutzen würde. Im rechten Zimmer hat sie ihr Büro eingerichtet, das durch einen riesigen Schreibtisch eingenommen wird. Daneben hat sie einen kleinen runden Holztisch mit ein paar Stühlen für ihre Kunden aufgestellt. Auf dem Schreibtisch selbst steht ein Computer, der meist jedoch nicht genutzt wird, entweder weil kein Strom da ist oder weil er schlichtweg nicht funktioniert. Weiterlesen »

Okt
04

Willkommen in Harare

Als wir vor die Tür traten, musste ich erst einmal die Augen zusammenkneifen. 13 Uhr, die Sonne stand hoch am Himmel. Es war unglaublich hell und unglaublich warm. Der Himmel war strahlend blau. Die Hitze flimmerte auf den Autodächern. Gemeinsam brachten wir meine Koffer zum Wagen. Nelson stöhnte unter dem Gewicht, er hatte den großen Koffer erwischt. Weiterlesen »

Okt
04

Die Landung

23.09.2010

Die Ankunft in Harare war unsanft und wenig magenfreundlich. Das Flugzeug kreiste über der Stadt und wartete auf die Landeerlaubnis. Mathew, 38 Jahre alt, Oberlippenbart, kurze, stoppelige Haare, hielt es kaum noch auf seinem Sitz. Er strahlte über das ganze Gesicht, seine Augen leuchteten. „Für mich gibt es nichts Schöneres, als nach Hause zu kommen“, sagte er. „Harare ist der beste Platz auf der Welt“. Wie ein kleiner Junge rutschte er unruhig auf seinem Sitz hin und her, um aus dem Fenster zu schauen und einen Blick auf seine Heimatstadt unter uns zu erhaschen. Weiterlesen »

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