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Okt
04

Big City Life

Nach dem kurzen Zwischenstopp bei Viola fuhren Thomas und ich weiter in die Innenstadt. Auch hier wurde ich von der Modernität der Stadt schlichtweg überrumpelt. Die Innenstadt brummte vor Leben. Alle Geschäfte waren geöffnet, die Regale waren voll. Kein Vergleich zum letzten Jahr, wie Thomas mir sagte.

Von dem Weißenhass, der den Menschen in Simbabwe in den Medien häufig nachgesagt wird, spürte ich rein gar nichts. Im Gegenteil: Die meisten Menschen auf den Straßen starrten mich neugierig an, viele lächelten mir freundlich zu, einige brachten sogar ein höfliches „Hello, how are you?“ über die Lippen. Die gleiche Erfahrung hatte ich bereits am Flughafen in Adis Abeba gemacht. Die freundliche Art der Afrikaner freute mich sehr, ich fühlte mich willkommen.

Die Innenstadt selbst kann mit jeder Metropole auf der Welt verglichen werden. Banken reihen sich an Klamottenläden und Supermärkten, Fast-Food-Ketten wie Pizza Inn (das afrikanische Pizza Hut) findet man hier genauso wie den kleinen traditionellen Imbiss um die Ecke, wo man eine warme Mahlzeit schon für 2 USD bekommen kann.

Verlässt man die Einkaufsstraße, kommt man in die „local area“. Hier gehen die Einheimischen einkaufen. Die Preise liegen weit unter denen in den Geschäften der Hauptstraße und trotzdem findet man hier alles, was man braucht. Schuhe, T-Shirts, Elektrogeräte, Obst und Gemüse, hier bekommt man einfach alles – wenn man weiß, wo man suchen muss.