şişli escort - beylikdüzü escort - istanbul escort - escort

«

»

Okt
12

Die Sache mit dem Maisklops

In Südafrika nennen sie es Pap , in Tansania heißt es Ugali, die Menschen in Zimbabwe nennen es Sadza. Sadza ist das landesübliche Gericht in Zimbabwe, die Menschen essen die etwas gewöhnungsbedürfte Mischung aus Maismehl und Wasser wie wir in Europa Brot, Reis oder Nudeln. Der klebrige Brei besteht aus nichts anderem als Wasser und weißem Mais, der fein gemahlen in großen Mengen eingekauft, zu Sadza verarbeitet und zusammen mit Fisch, Fleisch oder Gemüse serviert wird. Für einen Großteil der Bevölkerung ist diese kohlenhydratreiche, stark sättigende Kost als Grundnahrungsmittel unverzichtbar. Manche essen es zwei- bis dreimal in der Woche, die Familie von James beinahe täglich.

James` Frau (ich habe keine Ahnung, wie man ihren Namen ausspricht) war der Meinung, dass ich Sadza unbedingt einmal probieren müsse. Also brachte sie mir in der ersten Woche abends eine kleine Portion von ihrem Abendessen vorbei. Erwartungsvoll stand sie vor mir, hielt mir den Teller unter die Nase. Ich nahm den Teller entgegen, musterte den Maisbrei, er roch nach nichts. Netterweise hatte James` Frau mir auch etwas von ihrem Hühnchen dazugelegt. Ich fand diese Geste sehr nett, ich wusste, dass sich die Familie das Fleisch kaum leisten konnte.

Mit dem Teller lief ich geradewegs in die Küche, griff nach einer Gabel. Als ich zu James` Frau zurückkehrte, wartete sie noch immer vor der Tür, verständnislos starrte sie auf die Gabel in meiner Hand. „Wir essen Sadza mit der Hand“, sagte sie, verlegen senkte sie den Blick. Natürlich, wie konnte ich das nur vergessen! Schnell ließ ich die Gabel hinter meinem Rücken verschwinden, griff mit spitzen Fingern nach dem Maisbrei.

James` Frau gab mir Anweisungen, dass ich den Brei zu einem kleinen Bällchen zusammendrücken sollte, damit könne ich dann das Hühnchen und die Soße bequem aufnehmen, sagte sie. Ich versuchte mein Glück mit dem Maisklops. Es klappte erstaunlich gut, ich schaffte es, den Kloß samt Hühnchen in meinen Mund zu befördern, ohne etwas davon fallen zu lassen.

Das Hühnchen war köstlich, der Maisbrei dagegen etwas gewöhnungsbedürftig. Er war von trockener, zäher Konsistenz. Fast hätte ich erwartet, dass er wie Sand zwischen den Zähnen knirscht. Ohne das Hühnchen und die Soße schmeckte der Brei nach nichts. Alles in allem war es ein interessantes Geschmackserlebnis, doch in die Liste meiner Lieblingsspeisen wird Sadza wohl eher nicht aufsteigen.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wir nicht veröffentlicht

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>